xxx superschum
Dienstag, Februar 12, 2008
Leider geschlossen!
xxx superschum
Montag, Dezember 31, 2007
Montag, November 26, 2007
Sonntag, Oktober 21, 2007
Freitag, Oktober 12, 2007
Dienstag, Oktober 09, 2007
Epilog
Zwei Abende und einen Tag später erreiche ich mit einer beschwerlichen Zugfahrt das Herzensziel aller Pilger: Santiago de Compostela. Die Nacht ist bereits hereingebrochen, orientierungslos bleibe ich auf dem Bahnhofsvorplatz stehen. Die alte Ramona spricht mich an. Sie bietet mir gegen ein geringes Entgelt ein Bett in ihrer Wohnung. Aber trotz meiner Erschöpfung und der fortgeschrittenen Nacht zieht es mich nochmal hinaus – hinaus zur Kathedrale. Ich laufe schwitzend durch enge verwinkelte Altstadtgassen.
Plötzlich und gänzlich unvorbereitet stehe ich dann auf dem rießigen Praza do Oradoiro. Die Kathedrale angestrahlt durch gigantische Schweinwerfer übertrifft an Größe und Festlichkeit alles bisher Gesehene. Ich bin angekommen! Aber dann Verwirrung: Was bedeutet dieses „angekommen“? Wo bin ich angekommen? Bei mir selbst? Bei irgendwas? Irgendwem?
Die Gedanken schwirren und vor Erschöpfung schließe ich die Augen und lege mich auf den Boden.
Als ich wieder erwache graut bereits der Morgen, ich fühle mich leicht - fast schwerelos.
Sonntag, Oktober 07, 2007
Abschied
Am frühen Morgen nehme ich mir auffällig-unauffällig mehr Zeit und lasse die anderen Pilger losziehen. Unentdeckt wähnend schlage ich dann den Weg zur Busstation ein. Junge Menschen in Uniformen bewerfen die Passanten mit Böllern – und ich fühle mich, als hätte ich es verdient getroffen zu werden. An der Busstation treffe ich den kleinen Belgier, seine Füße sind dick verbunden und auch er wird den Jakobsweg verlassen. Mit dem Bus in Santo Domingo angekommen, belegen wir Zimmer im besten Parador-Hotel im Ort.
Aber – und wer hätte damit rechnen können – auch die Pilgerschar schafft den – anscheinend nicht so beschwerlichen – Weg in diesen Ort. An jeder Ecke läuft man ihnen in die Arme. Neugierig möchte jeder wissen in welcher Herberge wir untergekommen sind. Verschämt verweise ich auf die Füße des kleinen Belgiers und verteidige so Einzelzimmer, Badwanne und Fernseher.
Am Abend überkommt mich der Abschiedsschmerz und ich eile in die Herbergen – durchlaufe labyrinthartige Schlafsäle, Waschsäle und Großküchen. Wo sind sie – Wo sind meine Pilger? Und mit jedem Schritt spüre ich die Distanz wachsen – und spüre, es gibt kein zurück: ich bin kein Pilger mehr!
Lady Schuh nimmt mich lange in den Arm – und schießt dann das Abschiedsfoto. In der Nacht betäube ich meinen Schmerz mit den Inhalten meiner Minibar.
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